Brotbeutel für weniger Abfall

Mein heutiger Tipp hat weniger mit Plastik, sondern mehr mit Müll vermeiden zu tun. Denn natürlich ist es auch schade um das Papier, das nur für den kurzzeitigen Transport verwendet wird. In der Bäckerei etwa, wenn das Brot für den fünfminütigen Weg nach Hause eingepackt wird. Dafür habe ich mir bei Dawanda diesen Brotbeutel aus Leinen gekauft.*

Brotbeutel aus Leinen mit der Aufschrift Brotbeutel

Mein neuer Begleiter

Denn wer sein Brot in einer Bäckerei kauft, kann wirklich einfach auf die unnötige Verpackung verzichten. Die Hygieneordnung sieht vor, dass keine Dosen oder Schalen etc. über die Theke hinweg gereicht werden dürfen (u. a. auf Deutschlandfunk kann man diesem Beitrag dazu lesen).

Sich also den Käse oder die Wurst in die mitgebrachte Schale legen zu lassen, ist nicht erlaubt. In der Bäckerei funktioniert das besser, weil ich mir das Brot über die Theke reichen lasse und es dann selbst – vor der Theke – in meinen Brotbeutel einpacke.

Brotbeutel in der Praxis?

Ich muss gestehen, dass ich vor dem ersten Probieren nervös und auch neugierig war. Völlig unnötig. Ich war in verschiedenen Bäckereien, um meine Umgebung zu testen. In jeder wurde meine Bitte, mir die Ware direkt anzureichen, erfüllt. Kein Augenverdrehen, keine Diskussionen. Einmal gar ein „Dankeschön“ – wunderbar. Wie die Kunden und Kundinnen hinter mir reagieren, weiß ich nicht, ist mir aber auch gleichgültig. Kürzlich sah ich dann, dass in einer Bäckerei nun auch Brotbeutel verkauft werden.

* Kann man natürlich auch selbst machen, wenn man das kann …

7 thoughts on “Brotbeutel für weniger Abfall

  1. Anne says:

    Ich habe bisher einigen Angestellten komische Reaktionen bekommen, die meisten sagen gar nix. Aber von anderen Kunden kam sehr oft Lob oder „Das ist ja wirklich eine SUPER Idee! Wenn das doch bloß mehr Leute machen würden!“ Sage dann halt, wo ich die Beutel gekauft habe (auch bei Dawanda, aber andere 😉 ). Arbeite in einem Bio-Supermarkt, werde jetzt bei der Zentrale anregen, daß vielleicht bei uns auch Brotbeutel angeboten werden. Das wäre ein großer Schritt.

    • Schreiberin says:

      Gute Idee, den Brotbeutel höher zu hängen. 🙂 Ich glaube ja auch, dass ein finanzieller Anreiz – und seien es nur die gesparten 10 Cent für die nicht genutzte Papiertüte – etwas bewirken kann. Viel Erfolg wünsche ich auf jeden Fall.

  2. Lena says:

    Das ist wirklich eine tolle Idee! Ich hab mich auch schon öfter geärgert, weil beim Brot und Brötchen kaufen immer Müll anfällt. Und die „normalen“ Stofftaschen mag ich dafür nicht nehmen, die wasche ich so selten *g*. Lagerst du das Brot denn auch in dem Beutel? Bleibt es darin länger frisch und schimmelt nicht so schnell? (Hab mal gehört, dass das so sein soll.)

    • Schreiberin says:

      Eine Stofftasche wird bei mir auch selten gewaschen, zudem kommt da immer alles Mögliche rein. Deshalb fand ich den speziellen Brotbeutel auch klasse. Ich bewahre es aber nicht darin auf, wir haben eine von Oma geerbte Brotkiste, die ist super.

  3. Unser Bäcker am Eck macht das von ganz alleine. Als ich dort zum ersten Mal mit meinen Stoffbeutel antrabte, fragte mich die Bäckersfrau, ob sie denn die Semmeln direkt dorthinein tun soll. Das war noch weit vor meiner verpackungsfreien Intention. Das hat mir damals so gut gefallen, dass ich die Tradition beibehalten habe. Einfach so mit meinem Manomama „wegglassäggla“ (der Prototyp der heutigen DM-Stofftasche ;-).

    • Schreiberin says:

      Ja, manches kann einfach sein – auch das Entziffern des Weg-lass-Säckchens, an dem ich nun minutenlang gerätselt habe. 🙂

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