Weniger Plastikverpackung, heute: Haarewaschen

Weil ich dauerhaft weniger Plastik verbrauchen möchte, suche ich ständig nach Alternativen. In diesem Beitrag geht es um Haare: Shampoo und Haarkur bekomme ich bislang nur in der Plastikflasche.

Einige Wochen als Testfisch liegen hinter mir. Für die gelegentliche Haarkur habe ich leider keine plastikflaschenfreie Alternative gefunden, Tipps sind willkommen. Beim Shampoo war ich erfolgreich, tschüss Plastikflasche! Hier mein Erfahrungsbericht, vielleicht hilft er dir dabei, zukünftig auch auf Plastikflaschen zu verzichten.

Auf dem Bild sind verschiedene Alternativen zu flüssigem Shampoo zu sehen, die alle getestet wurden

Alles für die Haare des Testfisches

Shampoo in der Glasflasche

Haarpflegeprodukte bekommt man auch in Glasflaschen, etwa bei „schönes sein“. Dort habe ich mir ein Probeset bestellt, das in kleinen Plastikfläschchen geliefert wird. Die Produkte sind gut, doch teile ich mein Bad mit Kindern. Okay, die Kinder sind vorgeschoben, ich traue mir eine Glasflasche in der Dusche selbst nicht zu, deshalb scheidet diese Alternative für mich aus.

Braucht Zeit: Haarseife

Haarseife, das wurde mir klar, ist eine Wissenschaft für sich. Deshalb verlinke ich hier auf einen Artikel von Wuscheline, der Neulingen einen guten Überblick gibt. Bei „Genuss im Bad“ habe ich mir vier Proben mit verschiedenen Rückfettwerten bestellt, zwei weitere Haarseifen bei „Savion“.

An die Haarseife muss ich mich, müssen sich meine Haare gewöhnen. Bei manchen Haarseifen wurden meine Haare strähnig, eine andere machte mein Haar wunderbar voluminös, die nächste hinterließ Seifenreste in meiner Bürste, mit der nächsten wusch ich die Haare deutlich weniger.

Eines hatten sie alle gemeinsam:
– ein etwas quietschiges Seifengefühl beim Auswaschen der Haare (dieses Gefühl gibt sich später) und
– mein Mehrverbrauch an Haarkur (auch, weil ich morgens keine Zeit für eine Rinse habe).

Für die Haarseife sprechen meine deutlich schöneren Haare. Dagegen: die Zeit und mein Gefühl. Ich mag dieses quietschige Seifengefühl in meinen Haaren nicht. Vielleicht nähere ich mich der Haarseife später noch einmal an.

Richtig einfach: festes Shampoo

Bleiben feste Shampoos, auch Shampoobars oder Solidshampoos. Hersteller gibt es viele, Lush ist sehr bekannt, Steffies Hexenküche, Naturseifen-Manufaktur in der Uckermarck …

Ganz haarig ist die Diskussion über Inhaltsstoffe, das gilt natürlich auch für Shampoos in Plastikflaschen. Aber das ist ein anderes Thema, diese Diskussion möchte ich hier nicht beginnen. Das Gute ist: Jeder Hersteller, jede Herstellerin gibt an, welche Inhaltsstoffe verwendet werden. Je nach eigenem Ökograd, kann jede/-r entscheiden, welches feste Shampoo man benutzen möchte.

Die festen Shampoos funktionieren so, wie wir es von einem „normalen“ Shampoo gewöhnt sind. Damit über die Haare streichen, einschäumen, fertig. Kein quietschiges Gefühl, kein Mehraufwand. Festes Shampoo, du bist mein! Ich verbringe keine unnütze Zeit im Bad, es ist einfach zu benutzen, für mich gerade die beste Lösung.

Fazit: So einfach, wie sich das Duschgel durch die Seife ersetzen lässt, so einfach lassen sich auch Alternativen für das Shampoo finden. Der Umgang mit Haarseifen erfordert ein bisschen Geduld, wird dafür mit wunderbaren Haaren belohnt. Die geschickteren unter meinen Leserinnen und Lesern wollen vielleicht zur Glasflasche greifen. Ich entscheide mich aus praktischen Gründen für feste Shampoos und somit gegen eine weitere Plastikflasche im Bad – geht doch!

PS: Lesenswert ist auch, was Sylvia Schaab auf grünerwirdsnimmer dazu geschrieben hat.

2 thoughts on “Weniger Plastikverpackung, heute: Haarewaschen

  1. Wow, du Supertesterin! Über Haarseife bin ich ja noch nicht herausgekommen. Aber das hat mich wegen des Stroheffekts der Haare in Kombination mit Locken nicht wirklich überzeugt. Mit meinem Friseur diskutiere ich das Thema auch immer und der hat mir erklärt, dass Seife sehr basisch ist und daher die Haare strohig werden. Deswegen sollte man danach mit Essig spülen. Dann sei alles in Ordnung. Habe ich noch nicht getestet, aber vielleicht mach ich das die Tage mal.
    Meinen Friseur habe ich mit dem Thema übrigens auch schon angesteckt. Der hat auch mit Kollegen darüber diskutiert und sie sind auch der Meinung, Glasflasche sei zu gefährlich. Stattdessen fände er Nachfüllflaschen gut. Er hat auch schon darüber nachgedacht, eigenes Shampoo zu machen, aber dafür fehlt ihm das Labor ;-). An Haarwachs ist er aber dran. Ich bin gespannt…
    Plastikfreie Grüße
    Sylvia

    • Schreiberin says:

      Danke, es hat auch Spaß gemacht. Probiere doch mal die festen Shampoos. Ich könnte mir vorstellen, dass die etwas für dich wären. Toll übrigens, dass du deinen Friseur infiziert hast. 🙂

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